Tagesmutter schüttelt Baby tot !

Von Kerstin Moebius

Tagesmutter schüttelt Baby tot !  FotoMutter Natalie K., 29, wollte nach der Geburt von Söhnchen Christopher so gerne wieder als Übersetzerin arbeiten. Jetzt ist Christopher tot. Seine Tagesmutter schüttelte den Kleinen schon am zweiten Tag so heftig, dass er tödliche Hirnblutungen erlitt.

Tagesmutter Susanne K. (34) sitzt in U-Haft. Doch für die Eltern ist das wenig Trost. Ihr kleiner Christopher, geboren am 16.07.2007 wurde nur ein bisschen mehr als ein Jahr alt.

Zunächst hatten die Eltern kein Glück, fragten in elf Kinderkrippen vergeblich nach einem Platz, bis das Jugendamt ihnen Susanne K. empfahl.

Sie hat selbst zwei Kinder, kochte gut, schien kompetent.

Doch schon am zweiten Tag die Katastrophe. Die Tagesmutter rief panisch die Eltern an. Bis diese vor Ort sind, ist auch ein Rettungswagen bereits da.

Der kleine Wonneproppen lag auf dem Boden, Sanitäter über dem Kind, das die Augen völlig verdreht hatte, verkrampft war.

Zunächst leugnet die Tagesmutter, dass es durch Misshandlung zu dem Unglück gekommen ist. Das Baby stirbt schließlich an schweren Hirnblutungen. Die Tagesmutter gibt im Verhör zu, den Jungen geschüttelt zu haben, weil er nicht einschlafen wollte.

Vater Josef (34) voller Schmerz: „Wir haben ihn über alles geliebt!“

Die Leiterin des Münchner Jugendamtes, Dr. Maria Kurz-Adam zu dem Vorfall: „Die Frau war seit Dezember 2005 bei uns in der Tagesmütterbörse. Sie hatte die Grundqualifizierung (60 Stunden) und die Aufbauqualifizierung (100 Stunden) absolviert.“

Einfache Zettel mit Stempel darauf sind Qualifikation genug, einen Persönlichkeitstest gibt es für Tagesmütter offenbar nicht.

Artikel vom 7. Oktober 2008

Eine Antwort zu “Tagesmutter schüttelt Baby tot !”

  1. jono meint:

    Hallo,

    ich glaube zu dem Tod des Kleinen bedarf es kein Kommentar, das stimmt mich fassungslos und sehr, sehr traurig.
    Es ist mir grundsätzlich schleierhaft, das eine Tagesmutter (160 Stunden Qualifizierzung, d.h. 3-4 Monate Ausbildung)) einen höheren Betreuungsschlüssel wie in einer staatlichen oder privaten kita hat.
    In einer privaten Kita darf eine Erzieherin (früher 3+1 Jahr Ausbildung, heute 4+1 Jahr Ausbildung) max. 4 Kinder unter 3 Jahren betreuuen (nicht 5, wie eine Tagesmutter), das 5. Kind muss 3 Jahre alt sein und gerät sie unter Stress ist in der Regel immer eine 2. Erzieherin anwesend. Meistens gibt es ja noch weitere Gruppen mit meheren Erziehern. Das heißt eine gegenseitige Kontrolle und Hilfe ist gewährleistet. Die Erzieherin könnte ja auch mal umfallen, eine Tagesmutter scheinbar nicht.
    Taurig ist auch, dass Tagesmütter so extrem gefördert werden und private Kitas (bei meist gleichem Stundensatz) keine Fördergelder erhalten bzw. die Eltern keine beantragen können. Eltern die nicht über ausreichend finanzielle Mittel verfügen haben so leider keine Chance eine Wahl zu treffen. So ein trauriger Fall hätte verhindert werden können.

    Mit besten (betroffenen) Grüssen
    Martina Vogler

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