Terrordrohung gegen Olympia - Air-China-Jet sollte auf Stadion stürzen

Von Andre Bergmann

Terrordrohung gegen Olympia - Air-China-Jet sollte auf Stadion stürzen FotoAm Freitagmorgen wurde gegen die chinesische Fluggesellschaft Air China eine Bombendrohung verübt. Wie das Unternehmen mitteilte, erhielt das Büro der Air China in Tokio eine E-Mail mit dem Text:

„Wir fordern von Air China die sofortige Einstellung aller Flüge. Sonst werden wir die Flugzeuge explodieren lassen. Wir stürzen die Flugzeuge in die Olympiastätten“, zitierte ein japanischer Polizeioffizier den Inhalt der Mail in Tokio.

Unmittelbar wurde eine Maschine von Air China, die sich bereits auf dem Weg von der japanischen Stadt Nagoya nach Chongging befand zurückbeordert.

Eine Sprecherin des Flughafens von Nagoya: „Niemand wurde verletzt. Sobald die Sicherheit des Flugzeugs gewährleistet ist, wird es wieder starten.“

Zwei weitere Flugzeuge von Air China werden derzeit auf dem japanischen Flughafen Narita bei Tokio untersucht, sagte der Polizeisprecher weiter. Die Flüge sollten nach Shanghai und Peking gehen.

Bereits wenige Stunden zuvor hatten islamistische Terroristen eine Videobotschaft veröffentlicht, in der mit Terroranschlägen gegen die Olympischen Spiele gedroht wird. Das knapp sechs Minuten lange Video zeigt ein brennendes Olympia-Logo und eine Explosion über einer Olympia-Wettkampfstätte. Das gab das auf Terrorismus-Analyse spezialisierte US-Unternehmen IntelCenter in Washington bekannt.

In dem Video, das der Islamischen Partei Turkestans (TIP) zugeschrieben wird, werden Muslime aufgefordert, ihre Kinder von den Olympischen Spielen fernzuhalten. Die TIP, die die Unabhängigkeit der Provinz Xinjiang fordert, hatte bereits in der Vergangenheit mit Anschlägen während Olympia gedroht.

Artikel vom 8. August 2008

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