Thomas Dörflein – Mama plündert Lebensversicherung für Begräbnis

Von Irina Heidkamp

Thomas Dörflein – Mama plündert Lebensversicherung für Begräbnis  FotoIn Kürze soll Tierpfleger und Knut-Papa Thomas Dörflein, † 44,  in Berlin bestattet werden. Wie nun bekannt wurde, muss seine Mutter Erika, 71, sogar ihre Lebensversicherung plündern, um dem auf der ganzen Welt geliebten Knut-Papa eine würdige Beerdigung zu bereiten.

In der Tageszeitung „B.Z.“ erzählt Mutter Erika über die Bestattungspläne:

„Mein Sohn wird auf dem Friedhof ,In den Kisseln’ (Berliner Bezirk Spandau, Anm. d. Red.) begraben. Ich wollte ihn in meiner Nähe haben. Wir hatten über eine Seebestattung nachgedacht. Die ist aber zu teuer. Dann hätte es die Möglichkeit gegeben, Tomi im Norden von Berlin beizusetzen (…) Das wäre für mich aber zu weit weg. Tomi wird verbrannt, bekommt ein Urnengrab. Er sagte einmal: Ich will verbrannt werden, damit die Maden nicht an mir nagen.

… Ich habe eine Lebensversicherung aufgelöst, um das Begräbnis zu finanzieren. Eigentlich wollten meine Tochter Patricia und ich für das Geld nach Kanada reisen. (…) Na, ja. Der Zoo hat sich gemeldet. Die wollen eventuell Geld dazugeben. Ich verzichte gern auf die Reise, um Tomi würdig zu bestatten.”

Ganz offenbar, war Dörfleins Liebe zu Knut größer als jedes materielle Streben. Keinen Cent zusätzlich verdiente der 44jährige durch seine Berühmtheit, offenbar besaß er noch nicht einmal genug, um für seine eigene Beerdigung aufzukommen.

Auch von seinem Arbeitgeber wurde Dörflein als genügsamer und zurückhaltender Mitarbeiter bezeichnet.

Seine Mutter zählt, wie gern ihr Sohn bei ihr gegessen habe. Mutters Rouladen oder Rippchen mochte er am liebsten.

„Schon im Alter von von 14 Jahren war für ihn klar, dass er Tierpfleger werden wollte. Ich habe ihm gesagt: Da musst du aber auch Mist schippen, Futter zubereiten, eben hart arbeiten. Das war ihm egal.

… Es tut weh, es tut so unendlich weh. Er war doch endlich wieder gesund nach seiner schweren Krankheit, wegen der er damals operiert werden musste.“

Artikel vom 7. Oktober 2008

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