Treffen zwischen Gesandte des Dalai Lama und China
Am Sonntag haben sich nach Angaben der tibetischen Exil-Regierung Gesandte des Dalai Lama und Vertreter der chinesischen Regierung zu Gesprächen in der chinesischen Provinz Guangdong in der Nähe von Hongkong. Die chinesische Regierung bestätigte die Angaben bislang nicht.
“Die Gespräche haben begonnen. Die Gesandten werden am Dienstag oder Mittwoch zurückkehren”, sagte Exil-Regierungschef Samdhong Rinpoche der Nachrichtenagentur AFP, ohne Einzelheiten zu nennen. Inhalte würden erst “nach der Rückkehr” der beiden Emissäre bekannt.
Die Begegnung zwischen den Gesandten des Dalai Lama, des Exil-Oberhaupts der Tibeter, Lodi Gyaltsen Gyari und Kelsang Gyaltsen, mit chinesischen Regierungsvertretern ist das erste Treffen seit zehn Monaten. Laut der tibetischen Exil-Regierung steht die aktuelle Tibet-Krise im Mittelpunkt der informellen Gespräche.
Unterdessen haben die chinesischen Medien das religiöse und politische Oberhaupt der Tibeter aber erneut scharf angegriffen und für die Unruhen in der von China verwalteten tibetischen Provinz verantwortlich gemacht.
Die Dalai Lama - “Clique” habe die Unruhen in der tibetischen Hauptstadt Lhasa Mitte März angezettelt, um die Vorbereitungen für die Olympischen Sommerspiele in Peking zu stören, hieß es. Peking hatte Mitte März Unruhen in der Himalaya-Provinz gewaltsam niedergeschlagen. Dabei kamen nach Angaben der Exil-Regierung mehr als 200 Menschen ums Leben. Peking spricht von rund zwanzig Todesopfern.
Chinas Präsident Hu Jintao sagte am Sonntag vor Journalisten in Peking der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo zufolge, er hoffe, das die Kontakte mit der Seite des Dalai Lama “ein positives Ergebnis mit sich bringen”. Gleichzeitig äußerte er die Erwartung, der Dalai Lama und seine Anhänger “durch Taten” zeigen mögen, dass sie ihre “separatistischen Aktivitäten” und “Aufwiegelung zur Gewalt” aufgeben. Nur so würden die Bedingungen für einen weiteren Dialog zwischen beiden Seiten geschaffen.





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