Türkische Offensive im Nordirak sorgt für politische Spannungen

Von Jan Konrad

Der irakische Aussenminister Hoschijar Sebari gab an, es handle sich um mehrere hundert türkische Soldaten, die im Nordirak Rebellen jagen, und man daher nicht von einer Invasion sprechen kann.

Laut türkischen Quellen aber liegt die Zahl der am Freitag in den Nordirak eingedrungenen türkischen Soldaten bei über Zehntausend. Die Bodenoffensive gilt kurdischen Rebellen, die sich seit Monaten Gefechte mit türkischen Soldaten liefern und auf der türkischen Seite der Grenze oft für Anschläge verantwortlich gemacht werden.

Der türkische Präsident Abdullah Gül hatte George Bush telefonisch über die Operation informiert und wahrscheinlich von jenem grünes Licht erhalten. Die Soldaten sollen aber trotzdem so schnell wie möglich wieder aus dem Nordirak abgezogen werden.

Die Europäische Union kritisierte die Offensive und forderte die Türkei, die nach einem Beitritt in die EU strebt, dazu auf, auch die territoriale Souveränität des Iraks zu respektieren und jene nicht zu verletzen.

Artikel vom 23. Februar 2008

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