UBS muss ebenfalls ARS-Produkte zurückkaufen

Von Bianca Wollert

UBS muss ebenfalls ARS-Produkte zurückkaufen Foto

Auction-Rate-Securities, ARS, sind im Zuge der Finanzkrise stark in Verruf geraten. Erst vor kurzem hatte sich die us-amerikanische Großbank Citigroup und Meryll Lynch zur Rücknahme von ARS-Produkten in Milliarden-Höhe bereit erklärt. Nun sieht sich die UBS AG offenbar zu selbigem Schritt genötigt.

Im Wert von mehr als 19 Milliarden US-Dollar will UBS ARS-Papiere zurückkaufen.

Ähnlich wie andere Finanzinstitute teilte die schweizerische Großbank mit, zudem eine Geldbuße an die bundesstaatliche Behörden zahlen zu müssen. Die Anfang Juli vorgelegte Prognose von UBS hat nach deren Angaben auch nach der Einigung mit den US-Behörden Bestand.

Im Rahmen der Grundsatzvereinbarung mit der US-Börsenaufsicht SEC und anderen staatlichen- und bundesstaatlichen Regulierungsbehörden wird UBS ARS vorwiegend von Privatanlegern im Wert von 8,3 Mrd. USD zurückkaufen. Diese Rückkäufe will die Bank ab 1. Januar 2009 über einen Zeitraum von zwei Jahren durchführen. Außerdem werde UBS von Institutionellen Anlegern ab Juni 2010 alle verbliebenden ARS im Wert von 10,3 Mrd. USD zurückerwerben.

Im Zusammenhang mit der Einigung wird die Bank nach weiteren Angaben eine Geldbuße von 150 Mio. USD zahlen. Davon sollen 75 Mio. USD an den Staat New York fließen. Die restlichen 75 Mio. USD zahle UBS an andere Regulierungsbehörden. Am 12. August will die Bank wie geplant die Geschäftszahlen für das zweite Quartal vorlegen. Die Kosten für die Einigung mit den US-Behörden bezifferte die UBS auf insgesamt etwa 900 Mio. USD auf Vorsteuerbasis. Dieser Betrag soll im zweiten Quartal verbucht werden.

Artikel vom 11. August 2008

Hinterlasse eine Antwort