Überflutungsgefahr am Quake-Lake in China gebannt

Von Irina Heidkamp

Überflutungsgefahr am Quake-Lake in China gebanntDer durch das verheerende Erdbeben vom 12. Mai verursachte Erdbebensee in der chinesischen Erdbeben-Region Sichuan ist gesichert. Endlich können die Bürger in den besiedelten Gebieten unterhalb des natürlichen Stausees aufatmen. Bis zu 1,4 Millionen Menschen mussten ständig mit der Evakuierung ihrer Siedlungen rechnen, weil der Damm zu brechen drohte.

Jetzt ist die Lage endlich unter Kontrolle.

Die von Soldaten durch Sprengungen geschaffenen künstlichen Abflüsse sind nun endlich groß genug, um die Pegel des Staussees unter Kontrolle zu halten und die Überschwemmungsgefahr zu bannen.

Aus dem größten Erdbebensee, dem Tangjiashan-See sind am Dienstag nach Sprengungen 90 Millionen Kubikmeter Wasser abgeflossen. Der Pegel sei um mehr als 16 Meter gesunken, meldete die Nachrichtenagentur Xinhua. Damit sei die Gefahr einer Überflutung vorerst gebannt.

Die abfließenden Wassermassen seien zwar dramatisch angewachsen, die Dämme des Abflusskanals hätten aber gehalten, so ein Sprecher der Einsatzkräfte der Nachrichtenagentur Reuters. „Wir gehen nicht davon aus, noch mehr Menschen evakuieren zu müssen.“

Auch hier waren wegen befürchteter Überflutungen 200.000 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Die Behörden hatten am Samstag damit begonnen, das Wasser aus dem Stausee abzulassen.

In dem Erdbebengebiet wurden 15 Regierungsvertreter wegen schlechten Krisenmanagements entlassen. Sie hätten zu langsam auf die Katastrophe reagiert.

Artikel vom 10. Juni 2008

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