UNICEF: Rentner erhielt für einfache Verwaltungsaufgaben 850 Euro pro Tag

Von Christian Dieter Matuschek

Logo UnicefEs macht wütend, traurig und unsicher. Ein Rentner hat bei UNICEF für einfache Verwaltungsaufgaben einen Tagessatz von bis zu 850 Euro kassiert, alles Spendengelder. Unzählige Fördermitglieder haben das Kinderhilfswerk verlassen.

Im Nachhinein erkennen zu müssen, dass das gute Geld zum großen Teil in die Taschen von bessergestellten Menschen der westlichen Welt fließt, anstatt bei hilfsbedürftigen Kindern anzukommen, ist für viele bitter.

UNICEF steckt in der Krise. Losgetreten wurde die Misere durch Ulrich Z., 68 Jahre alt, Pensionär. Er arbeitete als freier Berater für das Kinderhilfswerk und kassierte unfassbare 850 Euro pro Tag. Insgesamt ließ sich der Rentner 280000 Euro zzgl. Mehrwertsteuer ausbezahlen, alles Spendengelder.

Die Tätigkeiten, die der Rentner für diese Summe verrichtet stehen in keinem Verhältnis zu dem erhaltenen Honorar. Z. Leitet u.a. kommissarisch den Bereich Grußkarten, organisierte den Umbau der Kölner UNICEF-Zentrale. Arbeiten für die ein Jahresgehalt von 140000 Euro netto garantiert nicht angemessen ist.

Den Kindern fehlt dieses Geld bitterlich.

Doch der Rentner sieht keine Veranlassung jetzt noch zu handeln. Er habe sich nichts vorzuwerfen, äußerte er sich gegenüber der Bildzeitung. Zurückzahlen will er erst recht nichts.

„Es ist unmoralisch, als ehemaliger UNICEF-Mitarbeiter so viel Geld zu kassieren“ erklärte Herbert Schröders, 67 Jahre alt. Er trat aus Protest von seinem Posten als Leiter der UNICEF-Arbeitsgruppe Niederrhein zurück.

„Es ist aber genauso verwerflich, solche Tagessätze über einen so langen Zeitraum zu zahlen. Für die vielen Ehrenamtlichen ist es unfassbar, dass ein ehemaliger UNICEF-Mann derartige Summen kassiert. Das sind schließlich alles Spendengelder. Viele an der Basis sind empört.“

DCRS meint: Nicht einmal ein Arzt erhält ein derartiges Gehalt, dabei leisten diese zehnmal so viel und gehen oftmals menschlich dabei kaputt, wie die neuesten Studien über Alkoholerkrankungen unter Mediziner beweisen.

Artikel vom 1. Februar 2008

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