Unionsfraktion sträubt sich gegen außerordentliche Rentenerhöhung

Von Christian Dieter Matuschek

Unionsfraktion sträubt sich gegen außerordentliche RentenerhöhungDer SPD-Bundessozialminister, Olaf Scholz, will den 20 Millionen Rentnern auf Kosten der Beitragszahler, also der Arbeitnehmer, ein Wahlgeschenk bereiten und hat daher zusammen mit Kanzlerin Angela Merkel eine außerordentliche Rentenerhöhung von knapp dem Doppeltem der eigentlichen Erhöhung vorbereitet.

Nun regt sich in der Unionsfraktion Widerstand gegen den Plan der Regierung. Eine Erhöhung der Renten um 1,1 Prozent wäre doppelt so stark, wie die gesetzliche Rentenformel eigentlich vorsieht.

Der CDU-Abgeordnete Jens Spahn (Borken) kritisierte: „Die kurzfristige Entlastung der Rentner bedeutet eine langfristige Belastung der Beitragszahler.“ Also der Jugend.

Das treffe insbesondere jüngere Arbeitnehmer, die mit ihren Familien mindestens genauso von der Inflation betroffen seien wie Rentner, rügte der 27-Jährige. „Für mich ist die Grenze dessen erreicht, was ich mir und meiner Generation zumuten will. Ich kann mir schwer eine Zustimmung vorstellen.“

Auch bei anderen Unions-Abgeordneten gebe es „großen Ärger“. Überdies sei von den Rentnern kein Dank zu erwarten. „Alle sagen nur, das sei viel zu wenig. Und den Wettbewerb mit der Linkspartei, wer den Rentnern am meisten verspricht, können wir ohnehin nicht gewinnen“, sagte Spahn.

DCRS ONLINE meint: Ganz offensichtlich ist Herr Spahn durchaus ein vernünftiger Realist, zumindest bislang.

Artikel vom 17. März 2008

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