Urin im Bierglas – Ottmar W. stach zu

Von Christian Dieter Matuschek

Urin im Bierglas Ottmar W. stach zuWer würde sich nicht über ein vollgepinkeltes Bierglas ärgern. Doch sticht man dann gleich mit einem Messer zu ?! Ottmar W. hat es getan. Jetzt musste er sich für seine Messerstecherei vor dem Münchner Landgericht verantworten.

Nach einem Volksfest in Dachau war Ottmar W. noch auf einen Absacker in das Lokal „Original“ gegangen und unterhielt sich dort, schon reichlich angerunken, mit dem ebenfalls alkoholisierten Florian M.

Als Ottmar W. Florian M. aufforderte ihm ein Bier auszugeben, deute dieser auf ein Glas vor dem Lokal, das mit einer gelblichen Flüssigkeit gefüllt war, Urin. Florian M. hatte zuvor in das Glas gepinkelt und es vor dem Lokal abgestellt.

Bevor Ottmar W. trinken konnte wurde er von einer Frau gewarnt: Vorsicht, Urin im Bier!

Doch der schlechte Scherz machte Ottmar W. so wütend, dass er sein Multifunktionswerkzeug aus der Hosentasche zückte und dem vermeintlichen Witzbold damit „bis zu sieben Zentimeter“ tief in den Oberschenkel stach.

Zunächst bemerkte Florian M. nichts, bis der Angreifer einen zweiten, wuchtigen Stich in Richtung seines Bauchs führte.

Andere Kneipengäste konnten den Messerstecher schließlich überwältigen.

DCRS ONLINE meint: Früher gab es Kneipenschlägereien, die man gemeinsam hinterher mit einem Schnaps begoss, heute muss es gleich ein Messer und eine Gerichtsverhandlung sein. Was ist nur mit unserer Gesellschaft passiert ?!

Artikel vom 22. Juli 2008

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