US-Atom-Waffen in Deutschland großes Sicherheitsrisiko ?!

Von Jette Petersen

US-Atom-Waffen in Deutschland großes SicherheitsrisikoPolitiker aus SPD, FPD, die Grünen und der Linkspartei fordern die Auslagerung von US-Atom-Waffen aus Deutschland, weil dieses Sicherheitsrisiken darstellten.

Ein Bericht über den Zustand der Lagerungsanlagen offenbar angeblich große Sicherheitslücken.

„Die Atomwaffen in Deutschland sind ein Überbleibsel aus dem Kalten Krieg und müssen weg“, sagte FDP-Partei- und Fraktionschef Guido Westerwelle der „Berliner Zeitung“.

Linken-Fraktionschef Gregor Gysi sagte: „Wenn die Bundesregierung ein Kreuz hätte, würde sie unverzüglich von den USA den Abzug der Atomwaffen – möglichst unter deren Verschrottung – verlangen.“

Auch Grünen-Fraktionsvize Jürgen Trittin forderte den Abzug aller Atomwaffen. SPD-Außenpolitiker Niels Annen sagte der „Berliner Zeitung“, der Abzug der US-Atomwaffen wäre ein riesiger Schritt, um bei der nuklearen Abrüstung voranzukommen.

In der Union ist ein wenig USA freundlicher und will die atomare Abschreckungsstrategie beibehalten. Die Waffen müssten selbstverständlich nach den höchsten Sicherheitsstandards gelagert werden, sagte der außenpolitische Sprecher der Fraktion, Eckart von Klaeden (CDU). „Wir können aber nicht auf sie verzichten, solange es Nuklearwaffen auf der Welt gibt. Sie schützen auch uns.“

Nach einer internen Studie der amerikanischen Luftwaffe entsprechen die meisten US-Atomwaffenlager in Europa nicht den minimalen Sicherheitsstandards des Pentagons. Das berichtet die Organisation Federation of American Scientists (FAS) auf ihrer Webseite. Nach Angaben der Wissenschaftler werden unter anderem Probleme mit dem Sicherheitssystem, der Umzäunung und bei der Stabilität der Gebäude moniert.

Als erste Konsequenz plane das US-Militär, die Atomwaffen auf weniger Lager in Europa zu verteilen. Einer der Standorte, bei denen Probleme festgestellt wurden, sei möglicherweise der Bundeswehr-Fliegerhorst Büchel in der Eifel.

Artikel vom 24. Juni 2008

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