US-Botschaft in Belgrad niedergebrannt
Das serbische Volk wird sich mit der Abspaltung der Kosovo-Provinz nicht so schnell abfinden können. Am Donnerstag eskalierte die Gewalt in Belgrad. Nach einer Protest-Kundgebung im Stadtzentrum wurde die Botschaft der USA angezündet.
Auch andere Botschaften, deren Länder Sympathien für den neuen Staat signalisiert hatten, wurden demoliert.
Durch zwei Fenster der amerikanischen Botschaft seien Flammen zu sehen, meldete der Sender “B-92″. Laut Augenzeugen war kein Polizist vor dem Gebäude. Kurz vor 20 Uhr gelang es der Feuerwehr schließlich, den Brand zu löschen.
Zuvor haben starke Sonderpolizeieinheit zur Terrorismusbekämpfung die Randalierer aus der Umgebung der amerikanischen und der kroatischen Botschaft vertrieben, vor der die kroatische Flagge und ein Wagen in Brand gesetzt worden waren.
Die Protestierenden seien in das Gebäude durch einen Balkon eingedrungen, berichtete der Sender. Vor der kroatischen Botschaft sei ein Wagen in Brand gesetzt worden. Zu Schäden ist es auch an der gegenüber liegenden kanadischen Botschaft gekommen. Ziel von Steinwürfen waren auch die türkische und die bosnische Botschaft.
Die USA zeigte sich äußerst empört über die Zwischenfälle und verurteilte diese scharf.
Der amerikanische UN-Botschafter Zalmay Khalilzad sagte am Donnerstag vor Beginn einer Ratssitzung in New York, er wolle in dem höchsten UN-Gremium eine einstimmige Erklärung zu den Vorfällen erreichen. Er sei “empört” über die Brandstiftung in der US-Botschaft, sagte Khalilzad.
Die 15 Mitgliedsländer müssten die Attacken verurteilen und Serbien an seine Verpflichtung erinnern, diplomatische Vertretungen zu schützen.
Die EU drohte Serbien unterdessen mit dem Entzug von Geldern, wenn die gewalttätigen Proteste kein Ende nähmen.
Vor der österreichischeen, slowenischen und französischen Botschaften in Belgrad, die untereinander nur wenige Meter entfernt sind und nahe der Kalemegdan-Festung über der Mündung der Save in die Donau liegen, war es Donnerstagabend zunächst ruhig. Allerdings wurden alle drei Botschaften von einem starken Polizeiaufgebot bewacht, berichteten Medien. Auch die deutsche Botschaft wurde beschädigt. Ein Mensch starb in den Flammen.
Serbiens Präsident Boris Tadic hat am Abend zur “sofortigen Einstellung gewaltsamer Proteste” im Stadtzentrum Belgrads und der Angriffe auf ausländische diplomatische Vertretungen aufgerufen. Alle hätten das Recht, gegen die Abtrennung des Kosovo ruhig zu protestieren, sagte Tadic der Nachrichtenagentur Fonet. Die Gewalt würde allerdings Serbien nur vom Kosovo entfernen, warnte der Präsident.
Bei der Demonstration hatte der serbische Premier Vojislav Kostunica zuvor erklärt: “Der Kosovo bleibt Serbien, solange wir leben. Unsere Brüder im Kosovo sind nicht allein, solange wir leben”. “Wir werden jeden Akt des Quasi-Staates, der gewaltsam auf unserem Gebiet errichtet wurde, annullieren”, präzisierte der Regierungschef.
Serbien könne nicht einen Staat anerkennen, der durch die Verletzung der Prinzipien entstanden sei, auf denen die Staatengemeinschaft beruhe, sagte der Premier, der in Anspielung auf das Angebot der Europäischen Union an Serbien, den europäischen Weg fortzusetzen, während der Kosovo gleichzeitig unabhängig werde, auch sagte, dass sich Belgrad nie auf einen solchen “unwürdigen Handel” einlassen werde.
Zu der Kundgebung, der ersten von mehreren geplanten Protestdemonstrationen, sind auch in den Enklaven lebende Kosovo-Serben angereist. Alle die Schulen blieben geschlossen, auch etliche Firmen gaben ihren Mitarbeitern frei. Viele Geschäfte im Stadtzentrum und Niederlassungen ausländischer Firmen machten andererseits aus Sicherheitsgründen schon am frühen Nachmittag zu.
Die unter den Klängen der serbischen Hymne begonnene Kundgebung sollte die Einheit der Serben demonstrieren, wenn es um den Kosovo geht. Die Veranstalter hatten an die Teilnehmer appelliert, dieses Mal auf Parteisymbole zu verzichten. Sowohl die Regierung als auch die Stadtverwaltung Belgrads forderten die Teilnehmer zu ruhigem Protest auf. Zum Abschluss sollen sich die Teilnehmer zu der etwa zwei Kilometer entfernten orthodoxen Kirche des Heiligen Sava begeben, wo um 19.00 Uhr ein Gottesdienst zur “Errettung der Kosovo-Serben” zelebriert werden soll.
Auf ihre Teilnahme an dem Protest haben öffentlich nur zwei kleine pro-westliche Parteien, die Liberaldemokratische Partei (LDB) von Cedomir Jovanovic und die Liga der Vojvodina-Sozialdemokraten von Nenad Canak, verzichtet. Staatschef Boris Tadic hält sich zu einem Besuch in Rumänien auf.
DCRS ONLINE meint: So schnell werden die Serben nicht zu beruhigen sein.





Nach wie vor sind die Österreicher von dem tragischen Unfall-Tod des beliebten Politikers Jörg Haider geschockt und das ganze Land befindet ...
In Deutschland ist offenbar ein neues Netzwerk von Islamisten am Werk. Vor allem mit der Radikalisierung und Rekrutierung von jungen Muslimen ...
Schon wieder eine gute Nachricht für viele Banker. Die 15 Euro-Staaten in der Europäischen Union haben sich auf einen Maßnahmenkatalog zur ...
Cem Özdemir hält an seiner Kandidatur für den Parteivorsitz der Grünen auf Bundesebene fest. Ein Kandidat den keiner will.
Erst am Wochenende ...
Die Christen im Irak fliehen vor Al Quaida. Die Terrororganisation macht seit geraumer Zeit Jagd auf Christen, DCRS ONLINE berichtete. ...
Mehr als 1000 christliche Familien haben aus panischer Angst im Nordirak ihre Häuser in der Stadt Mossul verlassen und sind mit ...
Sarah Palin bleibt nicht nur eine interessante Frau, sondern weiterhin auch ganz offensichtlich die "Sex-Bombe" der Nation.
Denn nachdem erst vor Kurzem ...
Jörg Haider ist tot und auch wenn er auf der selben Strecke schon einmal vor 15 Jahren einen schweren Unfall gehabt ...
Am Samstagmorgen ist der österreichische Politiker und Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider durch einen Autounfall ums Leben gekommen. Wie eine Obduktion des ...
Der Osten wird ganz eindeutig von linken Stimmungen dominiert. Die Linkspartei hat in den neuen Bundesländern eindeutig die meiste Zustimmung unter ...
Wenn ein Mensch verstirbt, so trauert man um ihn. Dabei ist es zumeist ...
Mit dem Satz, „Ich gehöre nicht in diese Reihe.“ lehnte Marcel Reich Ranicki ...
Die CSU ist geschockt. Ein derart schlechtes Ergebnis hat man nicht erwartet. Ich ...
Der am Samstag von Microsoft offiziell für erfolglos erklärten Übernahmekampf um den Internetdienstleister Yahoo!, ...