US-Gericht – Übergewicht hält Todesspritze nicht auf

Von Andre Bergmann

US-Gericht – Übergewicht hält Todesspritze nicht auf    FotoRichard Cooey muss nun mit seiner Hinrichtung rechnen. Er hatte versucht seinen Tod durch eine Klage vor dem US-Bundesgericht und den obersten Gerichtshof des US-Staates Ohio aufzuhalten.

Doch das Gericht sah das Übergewicht von Cooey nicht als Hindernis für die drohende Hinrichtung durch die Todesspritze.

Die Gerichte wiesen den Einspruch des zum Tode verurteilten Mörders und Vergewaltigers zurück.

Richard Cooeys Hinrichtung könne nun am kommenden Dienstag wie geplant stattfinden.

Cooeys Anwälte hatten erklärt, dass es wegen der Fettleibigkeit ihres Mandanten nur sehr schwer möglich sein würde, seine Venen zu finden und er so wohl nicht richtig in Narkose versetzt werden könnte. Cooey ist der Klageschrift zufolge etwa 1,70 Meter groß und 121 Kilogramm schwer.

Die Anwälte stützen sich auf ein Gutachten einer Krankenschwester, die bereits 2003, als Cooey noch etwas weniger fett war, festgestellt habe, dass seine Venen praktisch nicht zu finden seien. Im US-Staat Ohio wird die Hinrichtung mit der Giftspritze vollzogen, dabei kommen nach der Narkose mit der zweiten und dritten Injektion die tödlichen Substanzen.

Artikel vom 10. Oktober 2008

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