US-Wahlkampf: Hillary Clinton liegt knapp vorn
Ist das künftige Staatsoberhaupt der USA eine Frau. Es könnte so kommen. Nach dem Super-Tuesday liegt Hillary Clinton mit einem geringen Vorsprung vor ihrem ärgsten, innerparteilichen Konkurrenten, Barack Obama vorn. Doch entschieden ist das Rennen um den Sessel des amerikanischen Präsidenten noch nicht.
Die New Yorker Senatorin Hillary Clinton gewann am Dienstag zwar unter anderem in den Schlüsselstaaten New York und Kalifornien, konnte ihren Rivalen Barack Obama, der in 13 Staaten gewinnen konnte, aber nicht entscheidend distanzieren. Derzeit verfügt sie über 371 Delegierten-Stimmen, Obama über 306.
In ihrer Dankesrede sprach sie aber bereits vom 4. November, dem Tag der Präsidentenwahl. Bei den Republikanern sieht die Sache klarer aus: Hier konnte Senator John McCain seine Führung ausbauen und ließ sich als aussichtsreichster Anwärter auf die Präsidentschaftskandidatur feiern.
Bereits in einer Woche stehen weitere Vorwahlen in Virginia und Maryland an. Offiziell werden die Kandidaten erst bei den Nominierungsparteitagen im Spätsommer gekürt. Die Präsidentenwahl findet am 4. November statt.
Obama war vor allem im Süden erfolgreich, aber auch in seinem Heimatstaat Illinois. Er zeigte nach Einschätzung von Kommentatoren, dass er aber prinzipiell bei den Wählern quer durch die USA gut ankommt.
Clinton errang mindestens acht Siege. Neben New York und Kalifornien verbuchte sie auch Erfolge in Massachusetts, der Hochburg des Kennedy-Clans, der Obama unterstützt, und Arkansas. Dort profitierte sie vom Ansehen ihres Mannes Bill Clinton, der diesen Staat als Gouverneur regierte, bevor er US-Präsident wurde.
Während einer Ansprache vor jubelnden Anhängern in New York richtete Clinton den Blick schon auf den 4. November, wenn die Amerikaner über die Nachfolge von Präsident George W. Bush entscheiden: “Nach sieben Jahren eines Präsidenten, der nur auf seine besonderen Interessen geachtet hat, seid ihr bereit für einen Präsidenten, der eure Stimme, eure Werte und eure Träume in euer Weißes Haus bringt”, sagte Clinton. Sie vermied jede Kritik an Obama, dem sie zu seinen Erfolgen ausdrücklich gratulierte.
Obama, der der erste US-Präsident mit dunkler Hautfarbe werden möchte, gelang es laut Umfragen auch in Wählerkreise vorzudringen, in denen bisher seine Rivalin deutlich bevorzugt war: Das sind vor allem die weißen Wähler und die Frauen.
Bis zu den Wahlen vom Dienstag führte Clinton mit 261 zu 202 Delegierten-Stimmen, einschließlich der sogenannten Superdelegierten. Dabei handelt es sich um Abgeordnete und Parteifunktionäre, die außerhalb der Vorwahlen für den Nominierungsparteitag delegiert werden. Am Dienstag waren bei den Demokraten 1.681 Delegierte zu bestimmen. Für die Nominierung sind in dieser Partei mindestens 2.025 Stimmen erforderlich. Mit Auszählungstand Mittwoch 07.00 Uhr MEZ dürfte nun Clinton laut CNN auf 371 Delegierte zählen können, während hinter Obama 306 Delegierte stehen dürften.
DCRS ONLINE meint: Hillary for President ?!





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