Vater für Ehrenmord 8 Jahre in den Knast

Von Stefan Marx

Vater für Ehrenmord 8 Jahre in den KnastEr würgte seine Tochter, bis „kein Leben mehr in ihr war“ wie er schließlich selbst seine Tat beschrieb. Der 65jährige Familienvater aus Syrien wurde nun in Bonn zu einer Haftstrafe von 8 Jahren verurteilt, ein mitangeklagter Neffe wurde freigesprochen.

Die Staatsanwaltschaft hatte auf lebenslänglich plädiert und erwägt nun in Berufung zu gehen. Der Mann wurde nicht wegen Mordes, sondern lediglich wegen Totschlags verurteilt.

Der 65-jährige Vater hatte Ende Februar während des Prozesses überraschend gestanden, vor 15 Jahren seine damals 17-jährige Tochter getötet zu haben. Die ältere Schwester der Getöteten hatte erst jetzt ihr Schweigen gebrochen und den Vater angezeigt.

Das Gericht sah einen Mord nicht gegeben, weil dem Täter eine Planung nicht nachzuweisen sei. Nach Aussage des Vaters war die Tochter in der Tatnacht im August 1993 gegen 4.00 Uhr betrunken nach Hause gekommen. Als er ihr daraufhin ihre “unehrenhafte Lebensweise” vorhielt, erwiderte sie, das gehe ihn nichts an. Laut Aussage des Vaters sagte sie auch, dass sie als Prostituierte arbeite - und wenn jemand viel Geld zahle, sei “das doch super”.

Dadurch sei er so wütend geworden, dass er seine Tochter gewürgt habe, bis “kein Leben mehr in ihr war”, gestand der Vater. Anschließend habe er gemeinsam mit zwei Neffen die Leiche in den Westerwald gefahren und sie dort vergraben.

Die Leiche wurde bis heute nicht gefunden Wichtige Hinweise auf den Tathergang blieben somit verborgen.

Artikel vom 31. März 2008

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