Vater vergiftet schwer behinderten Sohn und sich selbst

Von Jette Petersen

Sehr tragisch aber eben dennoch ein MordversuchJahrelang kümmerte sich ein heute pensioniertes Ehepaar um den behinderten Sohn. Dieser ist inzwischen 41 Jahre alt. Dem 72jährigen Vater wuchs die Belastung nun über den Kopf er versuchte der Tragödie ein Ende zu setzen.

Das Drama trug sich bereits am 10. August in Kempten zu. Wie ein Sprecher der Polizei mitteilte, habe der 72jährige Vater versucht den schwer behinderten Sohn mit einem Medikamentencocktail umzubringen. Anschließend habe er selbst auch ein giftiges Gemisch aus verschiedenen Medikamenten eingenommen, in der Hoffnung selbst auch zu sterben.

Der versuchte Mord und Selbstmord ging aber schief. Die Ehefrau fand die beiden Männer in hilflosem Zustand auf und alarmierte die Rettungskräfte. Die beiden Männer wurden in ein Krankenhaus gebracht. Sie haben keine bleibende Schäden durch die undosierte Medikamenteneinnahmen davon getragen.

Die Staatsanwaltschaft hat nun aber einen Haftbefehl gegen den 72jährigen Vater wegen Mordes beantragt. Am vergangenen Sonntag wurde der Rentner festgenommen und in die Untersuchungshaft überstellt. Er hatte sich jahrelang aufopferungsvoll um seinen schwer behinderten Sohn gekümmert.

DCRS meint: Oftmals finden die grausamsten Tragödien hinter verschlossenen Türen statt und dringen erst nach derartigen „Hilferufen“ an die Öffentlichkeit.

Artikel vom 14. August 2007

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