Verdächtiger im Fall Denise in Untersuchungshaft

Von Christian Dieter Matuschek

Verdächtiger im Fall Denise in UntersuchungshaftWarum musste dieses nette, junge Mädchen sterben? Die 17jährige Denise wurde am Sonntagmorgen erschlagen in Asche, Niedersachsen von einem Passanten aufgefunden. Die Polizei hat nun einen 18jährigen als dringend tatverdächtig festgenommen. Er sitzt nun in Untersuchungshaft.

Am Samstagabend hatte Denise noch im Dorfgemeinschaftshaus in Asche fröhlich eine Disco-Nacht gefeiert.

Was genau in den späten Abend- und Nachtstunden geschah ist weiter unklar. Eine Obduktion hatte ergeben, dass die Schülerin durch massive Gewalt gegen den Kopf starb, vermutlich am frühen Sonntagmorgen.

Ein Anwohner hatte die Leiche auf einer Grünfläche nahe einem Kellereingang mitten in der kleinen Ortschaft bei Hardegsen entdeckt.

Die 17jährige Schülerin stammt aus dem Nachbarort Gladebeck.

Eine Mordkommission mit 25 Beamten wurde gebildet, die unter Hochdruck nach dem Hintergrund des brutalen Todes der Schülerin fahnden.

Auf die Spur des aus Asche stammenden jungen Mannes sei die Polizei durch Hinweise von anderen Jugendlichen gekommen, sagte Sprecher Michael Neufeld. Diese hätten das spätere Opfer und den mutmaßlichen Täter gesehen, als sie die Tanzveranstaltung gemeinsam nach Mitternacht verließen. Die Auswertung von Tatortspuren habe den Verdacht gegen den 18-Jährigen bestätigt.

Am Fundort der Leiche soll die Polizei Spuren entdeckt haben, die von den Turnschuhen des jungen Mannes stammen könnten. Als die Beamten ihn am Sonntagabend festnahmen, soll er die Schuhe bereits gewaschen haben.

Der 18-Jährige bestreite alle Vorwürfe, sagte Neufeld. Ein Motiv für das Verbrechen kennen die Ermittler noch nicht. “Bisher haben wir nur Vermutungen”. Der 18-Jährige sei der Polizei zuvor nicht aufgefallen. Er habe das Opfer flüchtig gekannt.

Am Montag wurde der 18jährige einem Haftrichter vorgeführt, der dem Antrag auf Untersuchungshaft statt gab. Der Tatverdächtig wurde in eine Jugendhaftanstalt überführt.

Artikel vom 22. April 2008

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