Verdi droht mit neuen Streiks im Öffentlichen Dienst

Von Andre Bergmann

Noch liegt ein tiefer Graben zwischen den Parteien im Streit um einen neuen Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst. Verdie drohte jüngst mit neuen Streiks und will von seiner Forderung von bis zu 8 Prozent mehr Lohn keinesfalls abtreten.

Am heutigen Montag treffen sich Gewerkschaften und Vertreter der Kommunen zur vierten Verhandlungsrunde.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi fordert von Bund und Kommunen eine faire Lohnofferte.

“Ich erwarte von den Arbeitgebern, dass sie nicht länger auf Täuschen und Tarnen setzen, sondern ein Angebot vorlegen, das diesen Namen verdient”, sagte Verdi-Chef Frank Bsirske. Seine Gewerkschaft lasse sich nicht “austricksen”. Bei den Streikaktionen könne man sich noch “einiges an Steigerung vorstellen”, so Bsirske.

Die Arbeitgeber fordern allerdings, dass sich nun erst einmal die Gewerkschaften bewegen müssten, bevor die Arbeitgeber erneut ein Angebot machen. Sie riefen die Arbeitnehmervertreter dazu auf, nicht nur eindimensional die Vergütung, sondern auch andere Themen wie Arbeitszeiten zu diskutieren und verhandeln.

Zu den Gesprächen am Montag werden unter anderem der Chef der Gewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, und Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) erwartet. Verhandelt wird über einen Tarifvertrag mit der Laufzeit von einem Jahr. Die Arbeitgeber bieten bislang eine Lohnanhebung um fünf Prozent für zwei Jahre. Gleichzeitig soll aber die Arbeitszeit der Beschäftigten im Westen von 38,5 Wochenstunden auf 40 Stunden und damit auf Ost-Niveau steigen.

Die Gewerkschaften verurteilten diese Angebot als Minus-Angebot und wollen weiter streiken.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat zum Warnstreik am Bundeskriminalamt (BKA) aufgerufen. Es gehe darum, deutlich zu machen, “dass ohne die Arbeit unserer angestellten Kolleginnen und Kollegen auch die innere Sicherheit in Deutschland nicht garantiert werden kann”, erklärte der GdP-Vorsitzende Konrad Freiberg am Montag in Berlin.

Zu der geplanten Kundgebung vor dem BKA in Wiesbaden würden neben Beschäftigten des Amtes auch Beamte der Bundespolizei erwartet.

DCRS ONLINE meint: Das wird wohl noch länger dauern, bis man hier zu einer Einigung kommt !

Artikel vom 25. Februar 2008

Hinterlasse eine Antwort