Verdi streikt in elf Bundesländern

Von Kerstin Moebius

Verdi Streik in elf BundesländernAm Dienstag hat die Gewerkschaft Verdi erneut zu Warnstreiks aufgerufen. In elf Bundesländern gibt es daher Arbeitsniederlegungen bei der Müllabfuhr, in Krankenhäuser, im Nahverkehr, in Kitas, in Kommunalverwaltungen, bei Stadtwerken, in Museen und sonstigen Einrichtungen des öffentlichen Dienstes.

Den Anfang machten am Morgen die Bus- und Bahnfahrer in Hannover. Und das am ersten Tag der CeBIT-Computermesse! Von 3.00 Uhr an blieben 200 Busse und 250 Bahnen in ihren Depots.

Schon seit mehreren Monaten ruft Verdi seine Anhänger und Mitglieder immer wieder zu Warnstreiks auf. Die Gewerkschaft fordert ganze 8 Prozent mehr Lohn.

Derartig hohe Lohnforderungen stoßen bei den Arbeitgebern allerdings auf taube Ohren.

In Göttingen, Braunschweig, Hamburg und Bremen wird ein Streik über den gesamten Arbeitstag erwartet.

Auch in Sachsen legen die Angestellten des öffentlichen Dienstes die Arbeit nieder. „Müllfahrer, Krankenschwestern, Bühnentechniker und Erzieherinnen wollen nun endlich ihren Anteil am wirtschaftlichen Aufschwung“, sagte ein Gewerkschaftssprecher in Leipzig.

480 Mitarbeiter der Schleusenanlagen eröffneten in Brandenburg den Streik in ihrem Bundesland. Die Stadtverwaltungen in Rostock und Stralsund machten den Vorreiter in Mecklenburg-Vorpommern.

In Berlin starteten Mitarbeiter der Stadtreinigung und der Wasserbetriebe ganztägige Warnstreiks.

Schlimmste Streik Prognose: Ab Mittwoch droht der Hauptstadt der totale Verkehrskollaps! Busse und Bahnen stehen still. Der Warnstreik der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) soll ganze zehn Tage dauern!

In den Tarifverhandlungen für die bundesweit 1,3 Millionen Angestellten des öffentlichen Dienstes beginnt am Donnerstag in Potsdam die vorläufig letzte Gesprächsrunde. Verdi fordert noch immer acht Prozent mehr Geld oder mindestens aber 200 Euro mehr im Monat für die Angestellten. Bisher haben sich die Arbeitgeber von ihrem Angebot nicht abbringen lassen: Fünf Prozent – verteilt auf zwei Jahre – bei gleichzeitiger Verlängerung der Wochenarbeitszeit.

DCRS meint: Das wird so schnell keine Ende nehmen.

Artikel vom 4. März 2008

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