Vergifteter Bürgermeister immer noch im Koma

Von Andre Bergmann

Ein Österreichischer Bürgermeister wurde vor wenigen Tagen mit einer Praline vergiftet. Der bislang unbekannte Täter hatte eine Schnapspraline mit Rattengift versetzt und auf das Auto des Politikers geklemmt. Dieser kostete von der Süßigkeit und erlitt einen schweren Kreislaufkollaps.

Immer noch liegt Bürgemeister Hannes Hirtzberger im Koma auf der Intensivstation eines österreichischen Krankenhauses. Wann ihn die Ärzte wieder ins Bewusstsein zurück holen können, ist bislang völlig offen. Ob der 55jährige bleibende Schäden davon tragen wird, ebenfalls.

Auf der Grußkarte, die der Spitzer Bürgermeisters Hannes Hirtzberger mit der Gift-Praline bekam, wurden, laut einem Bericht der Polizei, Spuren von Lippenstift gefunden. Der Täter malte damit offenbar zwei Herzchen auf eine Grußkarte, die bei der Praline steckte.

Die Ermittlungen der Polizei laufen weiter, die Befragungen werden fortgesetzt, sagte Oberst Ernst Schuch vom Landeskriminalamt Niederösterreich. Eine Befragung des Bürgermeisters von Spitz an der Donau wird von der Polizei als “wichtig” erachtet. Womöglich könne Hirtzberger, wenn es sein gesundheitlicher Zustand zulasse, “einen Hinweis” geben, meinte Schuch. Wann das aber sein könnte, ist ungewiss.

Laut dem Kriminalisten haben die Ermittlungen ergeben, dass der vorerst noch unbekannte Täter oder die Täterin der vorgedruckten Grußkarte zwei Herzchen mit jeweils einem Pfeil selbst hinzugefügt habe. Diese seien vermutlich mit Lippenstift oder Fettkreide aufgemalt worden. Die vorhandenen Spuren würden nun kriminaltechnisch ausgewertet werden.

Aufgekommene Spekulationen, wonach die Tat eher Frauenhandschrift trage, wollte Schuch nicht bestätigen. Es seien bereits zu Zeiten der Römer Personen vergiftet worden, dafür seien auch Männer verantwortlich gewesen. Möglich sei außerdem, dass ein Täter bewusst den Eindruck erwecken wollte, Hirtzberger sei von einer Frau vergiftet worden.

“Wir ermitteln in alle Richtungen”, so Schuch.

Hirtzberger hatte am Samstag ein Mon Cherie gegessen, das offenbar mit Strychnin präpariert worden war. Er hatte die Pralinen zusammen mit einer vorgedruckten Grußkarte an der Windschutzscheibe seines Autos gefunden. Der 55-Jährige, auch Vorsitzender des “Arbeitskreises Wachau”, dürfte die Praline im Wagen auf der Fahrt nach Krems gegessen haben. Wenig später sei im übel geworden, weshalb er im Ortszentrum von Unterloiben vor dem Haus eines Freundes anhielt. Dort fiel er aus seinem Pkw und brach mit Krämpfen vor Passanten zusammen.

DCRS meint: Was für eine feige Tat !

Artikel vom 13. Februar 2008

Hinterlasse eine Antwort