Verhandlung gescheitert - GDL droht mit Weihnachts- Streik
Pünktlich zum Weihnachtsfest meldet sich auch die streitlustige GDL wieder zurück und droht Reisenden zu den Feiertagen mit einem Mega-Chaos. Die Verhandlungen mit der Deutschen Bahn seien nicht positiv verlaufen, teilte eine Sprecherin der GDL am Mittwoch mit. Am Donnerstag wolle man um 14.00 Uhr weitere Schritte bekannt geben.
Will sich GDL-Chef Manfred Schell mit einem Weihnachts-Streik endgültig in die künftigen Geschichtsbücher setzen ?!
Gründe für den Abbruch der erst am 5. Dezember wieder aufgenommenen Verhandlungen nannte die GDL nicht. Bahn-Sprecher Volker Knauer bezeichnete die Entscheidung der GDL als „völlig unverständlich“. Es habe in den vergangenen Tagen „sowohl inhaltlich als auch atmosphärisch“ gute Gespräche gegeben. Für Mittwochabend sei eigentlich noch ein Spitzentreffen mit den Chefs der drei Gewerkschaften GDL, Transnet und GDBA sowie Bahn-Vorstandschef Hartmut Mehdorn und Personalvorstand Margret Suckale anberaumt gewesen.
Erst am 4. Dezember hatten sich GDL und Bahn auf eine Fortsetzung der Tarifverhandlungen geeinigt. Die Bahn hatte der GDL dabei einen eigenständigen Tarifvertrag zugesichert. Bereits damals hatte sich allerdings abgezeichnet, dass der eigentliche Kern des Konflikts nicht gelöst wurde. So waren sich beide Seiten offenbar nach wie vor nicht darüber einig, ob die GDL künftig einen Tarifabschluss vornehmen kann, der über dem der Gewerkschaften Transnet und GDBA liegt.
Hauptknackpunkt ist es, einen „eigenständigen Tarifvertrag“ über Arbeitszeit und Entgelt der Lokführer aufzustellen, der sich „konflikt- und widerspruchsfrei“ in das Gesamttarifsystem der Deutschen Bahn einfügt. Auf diese Formel, die viel Spielraum für Interpretationen lässt, hatten sich beide Seiten Ende August unter der Vermittlung der CDU-Politiker Kurt Biedenkopf und Heiner Geißler geeinigt.
So wurde bereits die Wiederaufnahme der Verhandlungen am 5. Dezember mit Skepsis betrachtet. Sogar Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hatte gesagt, er sei sich „nicht hundertprozentig sicher“, ob man nun endlich erfolgreich zu einem Abschluss komme.
In dem nun abgebrochenen ersten Verhandlungsabschnitt, der weitgehend auf Arbeitsebene geführt wurde, wollten beide Seiten bereits bis zum vergangenen Wochenende klären, wie sich ein eigenständiger Tarifvertrag für die Lokführer in die künftige – mit den beiden Gewerkschaften Transnet und GDBA ausgehandelte – neue Entgeltstruktur eingliedern kann. Bereits die Fortsetzung in dieser Woche deutete auf Probleme, die nun offenbar nicht überwunden werden konnten.
Bahn-Sprecher Knauer bestätigte, dass es vor allem Streit darüber gegeben habe, was in einen für alle Gewerkschaften gültigen Basistarifvertrag gehöre und wie sich die Gewerkschaften vorher für ihre Verhandlungen mit der Bahn abstimmen. Erst danach wollten beide Seiten über Entgelt und Arbeitszeit verhandeln. Diese Verhandlungen sollten bis Ende Januar abgeschlossen werden.
DCRS ONLINE meint: Das Verhalten der GDL ist eine Frechheit !





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