Vermisste Janisa (8) aus Hannover: Festgenommener “Onkel Ibrahim” sagt kein Wort

Von Michael Engel

Polizisten durchsuchen am Mittwoch ein Waldstück zwischen Wunstorf und Steinhude (Foto: Stefan Simonsen / ddp)Auch zwei Tage nach der Festnahme ihres Onkels Ibrahim (36) als Tatverdächtigen sucht die Polizei nach wie vor fieberhaft nach dem Kind, doch die Hoffnungen das Mädchen lebend zu finden, sind gering, eigentlich sogar aussichtslos.

Die Polizei durchsuchte am Mittwoch mit einer Hundertschaft ein Waldstück bei Wunstorf und fand eine ganze Menge:

Einen vergrabenen, toten Hund, einen Führerschein, einen Führerschein, ein Portmonee, aber keine Spur von Jenisa

Die gefundenen Gegenstände haben jedoch mit dem Fall Jenisa nichts zu tun.

Der Polizei war das Gelände als mögliches Versteck für eine Leiche aufgefallen und daher wurde es auch akribisch abgesucht, leider jedoch ohne Erfolg.

Am frühen Abend wurde dann eine Stelle im Forst “Spießingshol” bei Steinhude noch einmal genauer überprüft. Ermittler hatten dort Verwesungsgeruch wahrgenommen, jedoch keine frischen Bodenveränderungen feststellen können. Aus diesem Grunde wurde Leichenspürhund “Leo” aus Delmenhorst hinzu gezogen, aber auch dieser konnte keine relevanten Spuren finden.

In den kommenden Tagen werden weitere Gebiete durchsucht werden.

Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um den Lebensgefährten der Tante des Mädchens.
Dieser sagte jedoch weder bei seiner Verhaftung, noch beim Ermittlungsrichter, der anschließend Haftbefehl gegen ihn erließ, auch nur einen Ton.

Wie Oberstaatsanwalt Thomas Klinge heute DCRS ONLINE mitteilte, kann die Polizei dem Tatverdächtigen bereits schon jetzt eindeutig nachweisen, dass er sich unmittelbar nach dem Verschwinden von Jenisa in der Nähe des Wunstorfer Ortsteils Klein Heidorn, rund 20 Kilometer von Hannover entfernt, aufgehalten hat.

“…Wir haben eine ganze Menge Hinweise, die wir jetzt der Reihe nach abarbeiten werden…” erzählte Klinge.

Die 8jährige Jenisa war am 7. September verschwunden, als sie sich von ihrer elterlichen Wohnung auf den Weg gemacht hatte, ihre Tante zu besuchen, die zusammen mit dem jetzt verhafteten Mann in einem Hochhauskomplex in Hannover wohnt.

Der Tatverdächtige durfte nach Aussage von Oberstaatsanwalt auch nur ab und zu, sporadisch in der Wohnung der Tante aufhalten und verfügte wohl selbst über keinen richtigen, festen Wohnsitz.

Die Fahnder gehen davon aus, dass Jenisa in dem Hochhaus auf den Lebensgefährten der Tante stieß, nachdem diese nicht da war und der tatverdächtige anschließend das Kind getötet und eventuell sogar vorher sexuell misshandelt hat.

DCRS meint: Es wird nicht mehr lange dauern, dann werden die Beamten “Onkel Ibrahim” die Tat lückenlos beweisen können.

Artikel vom 19. September 2007

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