Versehentlich vergiftet? - Maddie`s Mutter als Verdächtige 11 Stunden verhört

Von Irina Heidkamp

Nach Medienberichten hat die portugiesische Polizei Kate McCann offenbar formell zur Verdaechtigen erklaert. (Foto: Clemens Bilan/ ddp)Kate McCann, die Mutter der am 3. Mai verschwundenen 3jährigen Maddie, wird von den portugiesischen Behörden seit Freitag als Verdächtige im Fall des mysteriösen Verschwindens der kleinen Tochter der Familie McCann geführt, dies bestätigte ein Sprecher der Familie gegenüber dem Nachrichtendienst AFP.

Am Donnerstag wurde Kate McCann rund 11 Stunden lang von der Polizei verhört. Auch ihr Mann wird ebenfalls befragt. Voraussichtlich soll auch Garry McCann zum Verdächtigten im Fall der kleinen Maddie erklärt werden.

Verdächtige Personen, die in Portugal vernommen werden, dürfen von einem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machen und sich anwaltlich vertreten lassen. Diese Option hat Kate McCann durch den portugiesischen Anwalt Carlos Pinto de Abreu wahr genommen. Nach Medienberichten wirkte Kate McCann, nachdem sie die Polizeiwache in Portimao gegen 1 Uhr nachts verlassen hatte, müde und erschöpft.

Die Polizei führt als Begründung für diese Kehrtwende in den Ermittlungen, die Erkenntnisse aus der gerichtsmedizinischen Untersuchung des Ferienappartements an der Algarve an, das die Familie mit ihren drei Kindern zusammen bewohnt hatte. Die Untersuchung der dort gefundenen Gegenstände und Kleidung führte ein britisches Labor durch.

Leichenspürhunde hatten vermutlich an Kleidung von Kate McCann Leichenspuren gewittert.

Bislang galt ein Brite, der in einem nahe der Ferienanlage gelegenen Anwesen lebt, als einziger Verdächtiger im Fall der verschwundenen Maddleine. Sein Anwesen wurde zweimal durchsucht.

Bereits vor mehreren Wochen schrieb eine portugiesische Zeitung, dass sich die Polizei inzwischen sicher sei, dass die Eltern selbst ihre Tochter getötet haben, vermutlich aus Versehen durch eine Überdosis an Beruhigungsmitteln. Das Mädchen bzw. ihre Leiche ist allerdings bislang noch nicht wieder aufgetaucht.

Fraglich erscheint vor diesem Hintergrund auch das Verhalten der Eltern, die im Zuge der Suche nach ihrer verschollenen Tochter große Geldsummen als Spenden erhalten haben. Für das verschollene Mädchen wurde eine eigene Internetseite eingerichtet, auf der immer noch zum Spenden aufgerufen wird. Wohin diese Spendengelder in Höhe von mehr als 1 Million Britische Pfund geflossen sind, ist undurchsichtig. Die Eltern hatten immer wieder bekräftigt, dass sie fest davon überzeugt seien, dass ihre Tochter noch am Leben sei. Alles nur Lüge?

Nach bisherigen Angaben der Eltern, war ihre Tochter aus dem Ferienappartement verschwunden, während die Eltern in einer nahe gelegenen Tappas- Bar zu Abend aßen. Angeblich hatten die Eltern jede halbe Stunde nach dem Mädchen und ihren beiden Zwillingen gesehen.

DCRS meint: War die Suche nach der verschwundenen Maddie eine reine Show, um Spendengeld zu kassieren?

Artikel vom 7. September 2007

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