Von wegen Vollbeschäftigung – Wirtschaft baut Stellen ab !

Von Louis Richter

Vollbeschäftigung Wirtschaft baut Stellen abTönten führende Politiker gestern noch von einer baldigen Vollbeschäftigung in Deutschland, so werden ihre emotionalen Reden heute schon wieder Lügen gestraft. Eine schöngerechnete Vollbeschäftigung mag es bei den undurchsichtigen Machenschaften der Politik bald schon wieder geben, doch die Realität in der Wirtschaft sieht ganz anders aus.

Deutsche Großunternehmen werden langfristig mehr Arbeitnehmer entlassen als neu einzustellen.

Im ersten Quartal haben deutsche Großunternehmen angekündigt, knapp 40.000 Jobs zu streichen, im Gegenzug nur 23.000 neue Stellen schaffen zu wollen, schreibt die “Frankfurter Allgemeine Zeitung”.

Sie hat hierzu alle öffentlich angekündigten Personalstandsveränderungen von mehr als 100 Stellen in der Wirtschaft einbezogen. Diese Übersicht sei ein Frühindikator und zeige, dass der Arbeitsmarkt auf der Kippe stehe.

Zum letzten Mal überwogen laut Zeitung auf dieser Basis die geplanten Arbeitsplatzstreichungen die Neueinrichtungen von Arbeitsplätzen im vierten Quartal 2005. Seit dem ersten Quartal 2006 habe die Zahl der geplanten neuen Stellen immer höher als die der Stellenstreichungen gelegen. Überraschend sei vor allem, wie deutlich die Zahl der geplanten Stellenstreichungen die der neuen Stellen überragt, berichtet das Blatt. Seit Januar seien fast doppelt so viele Streichungen angekündigt worden wie Neustellen.

Tatsächlich werden aber die zur Verfügung stehenden Arbeitskräfte auf Grund der demographischen Entwicklung weniger, so könnte schon auf Grund dieser Entwicklung, die Arbeitslosenzahlen zurück gehen. Dies bedeutet aber nicht, dass mehr Sozialhilfeempfänger wieder zurück in die Erwerbstätigkeit geführt werden und es täuscht auch nicht darüber hinweg, dass zahlreiche ehemalige Arbeitnehmer in Rente gehen, das Sozialsystem zusätzlich belasten.

DCRS ONLINE meint: Alles in allem sieht die Situation gar nicht rosig aus. Mit Schön-Wörtern hier zu spielen ist Augenwischerei !

Artikel vom 31. März 2008

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