Wegen ausfallenden Haaren in Frührente

Von Kerstin Moebius

Ein 26jähriger Südkoreaner wurde jüngst in die Frührente entlassen. Dem jungen Mann waren während seines Militärdienstes die Haare ausgefallen. Ein Gericht lies feststellen, dass der Haarausfall auf den Stress beim Militär zurück zu führen sei.

Dass der 26jährige Mann einfach eine genetische Veranlagung haben könnte, kam den Richtern offenbar nicht in den Sinn. Der junge Mann erhält nun auf Grund seiner Glatze staatlichen Unterhal und genießt auch sonstige soziale Vorteile.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der inzwischen aus der Armee entlassene “Herr Kwon” erst beim Militär unter Haarausfall zu leiden begann, wie die Nachrichtenagentur Yonhap am Sonntag meldete. Dies sei auf den anstrengende Wehrdienst zurückzuführen, zitierte Yonhap aus dem Urteil des Gerichts in Suwon südlich der Hauptstadt Seoul.

Um den jungen Mann in den Genuss staatlicher Zahlungen zu bringen, erhoben ihn die Richter laut Yonhap zur “Person mit Verdiensten um sein Land”. Yonhap habe nun Anspruch auf Unterhalt sowie auf eine Reihe weiterer sozialer Vorteile.

Kwon, der Ende 2002 in die Armee eingetreten war und dem vom Sommer 2004 an die Haare ausgingen, hatte Schadenersatz der Regierung gefordert, war damit aber gescheitert. Daraufhin legte er vor Gericht Einspruch ein. In Südkorea müssen alle Männer, die für tauglich befunden werden, für mindestens zwei Jahre zur Armee.

DCRS ONLINE meint: Das ist wohl ein bisschen übertrieben!

Artikel vom 25. Februar 2008

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