Weiß sich die GDL nur mit Beleidigungen zu helfen ?

Von Irina Heidkamp

GDL-Chef Manfred Schell bleib dem treu, was er offensichtlich am besten kann: BeleidigenEin baldiges Ende der Auseinandersetzungen zwischen der Gewerkschaft der Lokführer (GDL) und der Deutschen Bahn ist nicht in Sicht. Nun hat der GDL- Chef, Manfred Schell, die Gemüter noch zusätzlich mit verbalen Entgleisungen angestachelt.

Schell, der sich derzeit zu einer Kur in Radolfzell am Bodensee aufhält und mitten im Tarifstreit einfach verschwunden war, gab dem Magazin „Stern“ in der Kur in Interview.

Als „Volksverblödung“ bezeichnete er das Angebot der Bahn, den Lokführern einmalig 2000 Euro auszuzahlen, weil dieses „Geld, den Kollegen ohnehin schon“ gehöre. Bislang werden Überstunden bei der Bahn nicht in bar ausbezahlt sondern in einem Fond für die Lokführer angelegt. 1400 Euro von den versprochenen 2000 Euro Auszahlung sollen für bereits geleistete Überstunden ausgeschüttet werden.

Viele Lokführer und ihre Familie könnten ein bisschen Bargeld gut gebrauchen, daher ist das Angebot der Bahn nicht zu verachten.

Außerdem gehe die Bahn mit „Psychoterror“ gegen die Lokführer vor Schell: „Die Abmahnungen und die Kündigungen wird die Bahn zurücknehmen müssen“

Die Bahn- Personalchefin, Margret Suckale, bezeichnete Schell einfach nur als „Außerirdische“

Außerdem berichtet der Gewerkschafts- Chef über unschöne Zwischenfälle und Drohungen gegen ihn und seine Organisation. Unbekannte kündigten offenbar während des Streikverlaufs Bombenanschläge und Mord an. Schell: „Es gab Drohungen gegen mich, Drohungen gegen Angestellte von uns, es hieß schon: Der Nächste, der das Haus verlässt, wird abgeknallt. Es gab Bombendrohungen. Es gab Anrufe: ,Der Schell wird seine Rente nicht mehr erleben!`.“

Beeindrucken lassen wolle sich Schell davon aber nicht. Er raucht weiter seine Pfeife und genießt seine Kur. Auch die Vorwürfe, dass er sich mitten im Tarifstreit in die Kur verabschiedet habe, wies er gelassen zurück. Schell: „In bin nicht weg, ich bin rund um die Uhr erreichbar.“

Falls die Bahn „mit einem neuen, einem wirklichen Angebot“ komme, werde er sofort zu den Verhandlungen eilen, vesprach Schell und ist sich sicher, den Tarifstreit mit der Bahn zu gewinnen: „Wir stehen diesen Arbeitskampf durch.“ Die Bahn reagierte prompt auf die Äußerungen. Konzernsprecher Oliver Schumacher: „Schell bleibt bei seinem Stil der Beleidigungen.”

DCRS ONLINE meint: Wo wird das noch hinführen. Man darf gespannt sein!

Artikel vom 30. Oktober 2007

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