Weltraumspaziergang - ISS-Astronauten beenden Samstags – Ausstieg erfolgreich

Von Andre Bergmann

Die ISS RaumstationAm Samstag hat die Besatzung der Internationalen Raumstation ISS ihren dritten Weltraumspaziergang zur Vorbereitung der Ankunft des europäischen Weltraumlabors „Columbus“ erfolgreich absolviert. Die Astronauten Peggy Whitson und Daniel Tani haben das Verbindungsmodul „Harmony“ mit Kopplungsstutzen nun endgültig mit dem US-Labor „Destiny“ verbunden, teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA in Houston, Texas, am Samstag mit.

Bei ihrem Einsatz, der sieben Stunden und vier Minuten dauerte, verlegten die ISS-Kommandantin und ihr Bordingenieur die letzten Stromkabel und Leitungen für das Wärmeregulierungssystem. Der russische Kosmonaut Juri Malentschenko unterstützte seine Kollegen bei den komplizierten Arbeiten aus dem Inneren der Station.

Bei zwei vorangegangenen Außeneinsätzen hatte die ISS-Besatzung bereits wichtige Vorarbeiten an „Harmony“ geleistet. Das Modul war Ende Oktober mit der Raumfähre „Discovery“ zur ISS gebracht und am Verbindungsmodul „Unity“ zwischengelagert worden, von wo es mit Hilfe des Roboterarms der Station an das „Destiny“-Labor umgesetzt wurde.

Nun kann „Columbus“ kommen. Das Forschungsmodul ist der Hauptbeitrag der Europäischen Weltraumorganisation ESA zur ISS. Es soll am 6. Dezember mit dem US-Shuttle „Atlantis“ zur Station starten und an „Harmony“ andocken. Damit erhält Europa neben Russland und den USA ein eigenes ISS-Segment. Mit an Bord der Raumfähre sind dann auch der deutsche ESA-Astronaut Hans Schlegel und sein französischer Kollege Leopold Eyharts. Schlegel wird bei zwei Ausstiegen entscheidend daran mitwirken, „Columbus“ an dem Verbindungsmodul zu verankern. Eyharts soll das europäische Labor in den nächsten zwei Monaten in Betrieb nehmen. Er löst zudem Tani ab, der mit dem Deutschen und den anderen fünf amerikanischen „Atlantis”-Crewmitgliedern nach elf Tagen wieder zur Erde zurückkehren soll.

DCRS meint: Die Reise von „Columbus“ ins All rückt spürbar näher!

Artikel vom 24. November 2007
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