Weltweite Notenbanken pumpen Geld in die Wirtschaft
Wegen der Kreditkrise haben die Notenbanken mehrer Länder Geld in die Wirtschaft gepumpt. Die amerikanische Notenbank Federal Reserve steuerte ganze 200 Milliarden Dollar in den Geldmarkt; Das Geld soll angeschlagenen Banken zur Verfügung gestellt werden. Die Europäische Zentralbank EZB bietet zudem den Banken weitere 15 Milliarden Dollar an.
Weltweit haben diverse Notenbanken auf die Kreditkrise reagiert und greifen den angeschlagenen Banken nun mit milliardenschweren Geldspritzen unter die Arme. Nebst der amerikanischen Fed haben auch die Notenbanken Japans, der Schweiz, Großbritanniens und Kanadas umfangreiche Geldspritzen angekündigt.
Experten werteten diese Schritte als Hinweis dafür, dass die Kreditkrise noch lange nicht vorüber ist und größere Ausmaße als ursprünglich erwartet angenommen hat. Seit dem Ausbruch der Kreditkrise im Sommer des letzten Jahres misstrauen sich die Banken und leihen sich aufgrund allgemeiner Unsicherheit nicht mehr bereitwillig Geld untereinander aus. Viele amerikanische Banken haben so wegen der amerikanischen Immobilienkrise ihre Gelder zurückbehalten.
Die gute Nachricht über eine Ausweitung der Geldmenge hatte an den Börsen positive Auswirkungen auf die Kursentwicklungen. An den Rohstoffmärkten gaben die Preise für Rohöl und Gold nach, während sich die europäischen Börsen vom Tumult von gestern (DCRS ONLINE berichtete) erholten: Der deutsche Aktienindex DAX stieg am Dienstag auf 1,2%.
Die Händler in Frankfurt warnten aber vor der trügerischen Nachhaltigkeit dieser positiven Kursentwicklungen. Für eine nachhaltige Besserung müssen zuerst die „die strukturellen Probleme“ behoben werden, wobei die Erhöhung der Geldmenge durch die Notenbanken zwar kurzfristig positiv, langfristig aber „eine Katastrophe“ sei – so ein Händler in Frankfurt.
Dass die Börsen in Frankfurt, Zürich, London und Paris unter ihrem jeweiligen Tageshoch schlossen, bestätigte die Zweifel der Händler bezüglich der Nachhaltigkeit der monetärpolitischen Maßnahme diverser Notenbanken: mit einem Ende der Unsicherheit an den weltweiten Finanzmärkten ist also trotz umfangreichem Einschreiten der Notenbanken noch lange nicht zu rechnen.





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