Wenige Wochen altes Baby und drei Katzen aus verdreckter Wohnung gerettet

Von Eleonore Matschge

Heroin zerstört nicht nur das Leben der Süchtigen, sondern auch das der Menschen in deren UmfeldBereits Ende März diesen Jahres wurde wiedereinmal ein Säugling aus einer völlig verdreckten Wohnung gerettet. Die Beamten waren dem Hinweis eines Nachbars gefolgt, der die furchtbaren Zustände in der Wohnung eines Drogenabhängigen Pärchens in Illertissen, Kreis Neu-Ulm der Polizei meldete.

Bislang wurden Einzelheiten des Vorfalls aus ermittlungstaktischen Gründen nicht veröffentlicht. Im Zuge des eröffneten Verfahrens gegen die Eltern kommen nun grausige Einzelheiten ans Licht.

Die 21 und 22 Jahre alten Eltern hatten zusammen mit drei Katzen in einer 30m² Einzimmerwohnung gehaust. Die Wohnung war völlig verdreckt, überall Essensreste, verdreckte Windeln, Müll und Katzenhaare. Die Katzen selbst waren abgemagert und von Flöhen befallen. Das Baby wohnte zusammen mit den Eltern in einem Raum. Es besaß noch nicht einmal einen eigenen Schlafplatz, ein verdrecktes Fläschchen stand auf einem Katzenbaum.

Die Eltern konsumierten in der Wohnung Haschisch und Heroin. Beide sind arbeitslos, arbeiteten ursprünglich in der Gastronomie als Koch und Hauswirtschafterin. Daher hätten sie eigentlich auch einen Sinn für angemessene Hygiene aufbringen müssen. Als Beamte die Wohnung betraten, stockte ihnen der Atem.

Das wenige Wochen alte Baby wurde den Eltern entzogen und zunächst medizinisch betreut. Es war in seiner Entwicklung durch mangelnde Ernährung und Flüssigkeitsentzug erheblich zurück geblieben. Sein Zustand hat sich nun durch eine umfangreiche medizinische Betreuung und durch die Liebe einer Pflegefamilie stabilisiert.

Die Eltern müssen sich wegen Tierquälerei und Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht vor Gericht verantworten.

DCRS ONLINE meint: Ist das die Perspektive unserer Gesellschaft?!

Artikel vom 11. August 2007

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