Wintereinbruch sorgt für Chaos und Unfälle
Das Wetter hat Deutschland in den vergangen Tagen gehörig zugesetzt. Sturmflut im Norden, überraschender Wintereinbruch im Süden, dazu fegte ein Orkantief über die Bundesrepublik. Schnee und Sturm führten am Wochenende in Teilen Deutschlands zu Verkehrsbehinderungen und Unfällent. In Bayern wurden auf schneeglatten Straßen zahlreiche Menschen verletzt.
An der Nordseeküste sind unterdessen nach der schweren Sturmflut vom Freitag die Aufräumarbeiten weitgehend abgeschlossen worden. Ersten Schätzungen zufolge fielen die von Orkantief „Tilo“ verursachten Schäden geringer aus als erwartet. Über Verletzte wurde nichts bekannt.
Wegen Sturmböen und erhöhter Lawinengefahr wurde am Sonntag der komplette Bergbahnverkehr auf die Zugspitze eingestellt. Auch der Skiliftbetrieb auf Deutschlands höchstem Berg konnte nicht gestartet werden. Bereits am Samstag hatten starke Schneefälle mit bis zu 70 Zentimetern Neuschnee Skifahrern den geplanten Saisonauftakt verdorben.
Im Allgäu wurden bei einem Frontalzusammenstoß zweier Autos am Samstag zwei Frauen lebensgefährlich verletzt. Zudem wurden laut Polizei drei Menschen leicht verletzt. Ebenfalls im Allgäu waren auf der B 12 fünf Fahrzeuge in einen witterungsbedingten Unfall verwickelt. Fünf Menschen wurden dabei leicht verletzt.
In Oberbayern kam es wegen Schneeverwehungen auf der A 8 München-Salzburg am Samstag zu einem schweren Unfall, bei dem ein Lastwagen die Mittelleitplanke durchbrach. Mehrere Menschen erlitten Verletzungen. Mehrere witterungsbedingte Unfälle ereigneten sich auch auf der A 9 bei Ingolstadt. Auch in Ost- und Nordbayern sorgte der Wintereinbruch für Unfälle mit Verletzten.
Im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb kam es vor allem am Samstagmorgen wegen Schneeglätte zu einer Reihe von Verkehrsunfällen. Meist blieb es jedoch bei Blechschäden.
Auch in den Mittelgebirgen in Ostdeutschland gingen starke Schneefälle bei zum Teil orkanartigen Stürmen nieder. Örtlich kam es zu Verkehrsbehinderungen. Betroffen war nach Polizeiangaben insbesondere der Thüringer Wald. Im Bereich der Polizeidirektion Suhl mussten am Samstag mehrere Straßen gesperrt werden. Starke Schneefälle, Verwehungen und Lkw-Fahrer, die noch mit Sommerreifen unterwegs waren, sorgten zum Teil für chaotische Verhältnisse. Unter der Schneelast brachen zahlreiche Bäume, mehrere Autos wurden beschädigt.
An der niedersächsischen Nordseeküste beruhigte sich unterdessen die Lage nach der Sturmflut in der Nacht zu Samstag wieder. Nach Angaben einer Sprecherin des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz gab es auf den Inseln Juist, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge am Freitag teilweise Dünenabbrüche, die jedoch «nicht spektakulär» gewesen seien.
In Hamburg musste die Feuerwehr von Freitag bis Samstag zu rund 40 Einsätzen ausrücken und zahlreiche vollgelaufene Keller auspumpen, wie ein Sprecher sagte. Einen Großeinsatz bis zum späten Samstagvormittag erforderte ein Wassereinbruch an der Baustelle der künftigen Hamburger U-Bahnlinie 4. Insgesamt sei die Flut aber „glimpflich“ abgelaufen, sagte der Sprecher.
Die Flut hatte am Freitagnachmittag ihren Scheitel mit 3,33 Meter über dem normalen Hochwasser erreicht, das war der höchste Stand seit acht Jahren war.
Größere Schäden gab es offenbar nur an der Deutschlands einziger Hochseeinsel Helgoland vorgelagerten Düne, wo ersten Schätzungen von Bürgermeister Frank Botter (SPD) nach der Wind 140 000 Kubikmeter Sand abriss und einen Teil des Badestrands wegspülte. Botter zufolge war es die schwerste Sturmflut seit 30 Jahren.
DCRS ONLINE meint: Diese Wetter entspricht so gar nicht den Unken- Rufen des Klimawandels, es entspricht eins zu eins der Jahreszeit!





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