Winterliche Straßen in Bayern – Pkw-Fahrer kämpfen gegen glatte Fahrbahnen

Von Louis Richter

In Bayern ist der Winter bereits daVor allem im bayerischen Frankwald machten die winterliche Straßenverhältnisse den Autofahrern in der Nacht zum Mittwoch zu schaffen. Überfrierender Nässe, Schneefall und Glatteis verursachte allerorts Behinderungen, Lkws und Lastzüge standen vielerorts quer auf den Straßen.

Die Streufahrzeuge der Kronacher Straßenmeisterei mussten am späten Abend nochmals ausrücken, wie die Polizei in Coburg am Morgen mitteilte.

Gegen 20.30 Uhr meldete sich ein Busfahrer, weil er zwischen Tschirn und Nordhalben eine Straße nicht mehr befahren konnte. Zehn Minuten später kam auf eisglatter Fahrbahn ein Sattelzug auf die Gegenfahrspur. Die Zugmaschine rutschte leicht in den Graben und der Auflieger stellte sich quer.

Gegen 22.00 Uhr meldete sich ein Lkw-Fahrer, der an einem Berg zwischen Stoffelsmühle und Nordhalben nicht mehr weiter kam. Eine halbe Stunde später teilte eine Frau mit, dass sich bei Steinbach am Wald ein 7,5-Tonnen-Lkw quer gestellt hatte und die Durchfahrt fast versperrte.

Schaden entstand an den Fahrzeugen nicht. Die Lage entspannte sich, als die Strecken gestreut wurden. Der Verkehr rollte anschließend wieder weiter.

In Ebersdorf bei Coburg kam es auf schneeglatter Fahrbahn zum Unfall. Ein 24-jähriger Pkw-Fahrer musste beim Einfahren in die B 303 verkehrsbedingt anhalten. Eine 21-jährige Frau, die mit ihrem Pkw folgte, konnte das Auto auf dem schneeglatten Untergrund nicht mehr anhalten und fuhr auf.

In Coburg ist kurz vor Mitternacht ein 18-jähriger Mann mit seinem Pkw von der schneebedeckten Fahrbahn in der Lauterer Straße abgekommen. In der Nähe des Landratsamtes verlor der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug. Dieses fuhr rechts neben der Straße, das beleuchtete Schild eines Versicherungskonzerns um und prallte anschließend gegen einen Baum mit Holzstützen.

Der Fahrer wurde eingeklemmt. Helfer befreiten ihn aus dem Auto und brachten den Verletzten ins Klinikum Coburg.

Doch auch am Morgen entspannte sich die Lage nicht merklich.

Winterliche Witterung hat am Mittwochmorgen in Bayern für starke Behinderungen auf den Straßen gesorgt. Nach Polizeiangaben kam der Verkehr auf mehreren Autobahnen teilweise zum Erliegen. Auf dem Autobahnring A 99 um München führte am Morgen leichter Schneefall zu mehreren Unfällen und längeren Staus, wie ein Sprecher des Verkehrslagedienstes auf ddp-Anfrage sagte. Auf der Autobahn A 96 Lindau-München ging vor Kirchheim auf einer Länge von 25 Kilometern gar nichts mehr.

In Richtung Süden wurden 10 Kilometer Stau registriert. Auf der A 9 Nürnberg-München auf der Höhe Holledau stockte der Verkehr auf 25 Kilometer Länge. Nach Angaben des ADAC blieb ein Chaos auf den bayerischen Straßen trotz der winterlichen Verhältnisse insgesamt aber aus. “Die Leute müssen sich erst an den Schnee gewöhnen”, sagte eine Sprecherin. “Sie fahren langsamer und vorsichtiger.”

Im Gegensatz zu anderen deutschen Mittelgebirgen sind der Hunsrück und der Westerwald noch weitgehend schneefrei. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) fielen am Morgen lediglich bis zu zwei Zentimeter Schnee. “Es ist ein Hauch von Weiß - mehr nicht”, sagte eine DWD-Sprecherin.

DCRS ONLINE meint: Die Kinder freut die weiße Pracht, die Autofahrer haben zu kämpfen.

Artikel vom 14. November 2007

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