Wir sind Zahlmeister – auch beim Trinkwasser

Von Kerstin Moebius

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Nirgendwo auf der Welt ist Wasser so teuer, wie in Deutschland. Die Republik rühmt sich zwar auch beim Wasser mit dem am besten überwachten Lebensmittel, doch mit Preisen von durchschnittlich 1,914 Euro pro Kubikmeter Wasser sind wir einsame Spitze.

Nur Belgien mit 1,85 Euro ist annähernd so teuer wie Detuschland. In Frankreich kostet der Kubikmeter Wasser gerade einmal 1,27 Euro und in den USA sogar nur 0,47 Euro.

Nach den Gerüchten um bedenkliche Uran-Belastungen des Trinkwassers scheinen derartige Preise auch in Deutschland nicht mehr gerechtfertigt.

Tatsächlich wird der Preis auch gar nicht ausschließlich für die Wasseraufbereitung und für die Entsorgung von Abwasser erhoben, sondern zum Stopfen von Finanzierungslücken in diversen Gemeindehaushalten herangezogen.

„Da die Wasserpreise von den Gemeinden festgelegt werden, dienen die hohen Preise zur Subventionierung örtlicher Projekte, die sonst mit Steuergeldern bezahlt werden müssten“, heißt es in der NUS-Studie.

Im Gegensatz zu vielen anderen Grund- und Rohstoffen bleiben die Wasserpreise in Deutschland aber dem Bericht zufolge auf hohem Niveau stabil. Für die kommenden zwölf Monate seien „keine wesentlichen Änderungen der Wasserpreise“ zu erwarten ist in der Studie zu lesen.

Auch im vergangenen Jahr habe die Wasserinflationsrate seit Juli 2007 nur bei 1,6 Prozent gelegen.

DCRS ONLINE meint: Es ist eine Frechheit, dass gerade bei Produkten, auf die niemand verzichten kann, eine derartige Abzocke betrieben wird !

Artikel vom 18. August 2008

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