Wirtschaft hofft auf Umsatzplus durch EM

Von Jette Petersen

Wirtschaft hofft auf Umsatzplus durch EM FotoFür so eine gemütliche EM-Party wird allerlei benötigt. Sportartikel, TV-Geräte, Bier und auch die Gastronomie sind während der EM gefragt. Diese Branchen fiebern daher eher noch dem zu erwartenden Konsumansturm entgegen, als den großen Spielen.

Ihre Erwartungen sind umso größer, je direkter sie von typischen Fan-Gewohnheiten profitieren. Dabei hoffen sie auf ähnlich gute Stimmung wie bei der Weltmeisterschaft 2006.

Zur EM soll es nicht nur stimmungs- sondern auch umsatzmäßig aufwärts gehen. “In einem Event-Jahr wie 2008 mit der EM und der Olympiade wird der Jahresumsatz mit Fußballwaren auf 900 Mio. Euro zu steigern sein”, erklärt der Experte.

Naturgemäß entfalle der meiste Umsatz mit rund 50 Prozent auf Originalausrüstung und Fanartikel der DFB-Auswahl. Der Handel setze jedoch auch auf die in Deutschland lebenden Fans anderer EM-Teams, erklärt Jost. Diesmal lägen die Hoffnungen besonders auf der Türkei, deren Nationalkicker sich knapp für das Turnier qualifizieren konnten.

“Die deutschen Intersport-Lizenzhändler machen in der türkischen Tageszeitung ‘Hürriyet’ Werbung für türkische Nationalmannschaftsartikel”, sagt Jost.

Auch wenn die Erwartungen an die EM hoch sind, Umsatzgarantien gibt es nach Einschätzung des Experten nicht. “Gerade der Fanartikelumsatz ist ein taktischer Umsatz. Er hängt vom Abschneiden der Mannschaft ab”, sagt Jost. Ein gutes Beispiel dafür sei das gute Abschneiden des Fußballteams von Südkorea bei der WM 2002 in Korea und Japan gewesen: “Plötzlich kommt eine ganze Nation in Wallung. In Seoul hat jeder ein rotes Trikot angehabt.”

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Artikel vom 2. Juni 2008

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