Wirtschaftsexperte warnt vor zu hohen Lohnabschlüssen

Von Bianca Wollert

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Angesichts der anhaltenden, finanziellen Unterschiede zwischen Ost-und Westarbeitern hat der Münchner Wirtschaftsforscher Prof. Hans-Werner Sinn vor zu hohen Lohnabschlüssen und einer schnellen Lohnangleichung im Osten gewartn.

Die Unterschiede bei den Arbeitszeiten und den Durchschnittsgehältern sind immer noch groß, doch der Wirtschaftsexperte warnt vor einem Schlag für die ostdeutsche Wirtschaft.

“Gleiches Geld für gleiche Arbeit hört sich zwar gut an, würde aber die Wirtschaft der neuen Bundesländer abwürgen”, sagte der Präsident des ifo-Instituts der “Bild”-Zeitung.

Die Preise seien im Osten rund 10 Prozent niedriger, die Pro-Kopf-Wirtschaftsleistung hänge etwa ein Drittel zurück. Deshalb dürfe nicht versucht werden, das Niveau in Ostdeutschland weiter nach oben zu schrauben. “Hohe Löhne, die keiner bezahlt und keiner bekommt, nützen niemandem. Sie sorgen nur dafür, dass noch mehr Arbeitsplätze in neue EU-Staaten verlagert werden”, sagte Sinn.

Artikel vom 8. August 2008

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