Würger von Aachen erhält lebenslänglich

Von Eleonore Matschge

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Egidius Sch., 52, ist als Würger von Aachen in die Kriminalgeschichte eingegangen. Jetzt wurde er für seine grauenhaften Taten zu lebenslanger Haft verurteilt. Außerdem stellten die Richter die besondere Schwere der Schuld fest. Das heißt, Sch. kommt nach 15 Jahren nicht frei.

18 Jahre nach der letzten Tat muss der gelernte Krankenpfleger nun endlich büßen. Er ermordete fünf junge Tramperinnen in den 80er Jahren.

Zwischen 1983 und 1990 erdrosselte er die jungen Frauen und vergewaltigte drei von ihnen zuvor.

Das Urteil des Aachener Landgerichts: Mord in fünf Fällen, Vergewaltigung in zwei Fällen – der dritte ist mittlerweile verjährt. Das Gericht entsprach damit den Forderungen der Staatsanwaltschaft.

Ein Geständnis hatte der Mann zum Prozessauftakt widerrufen. Die Verteidigung hatte Freispruch gefordert.

Der „Würger“ war der Polizei vergangenes Jahr zufällig bei einem Schrottdiebstahl ins Netz gegangen. Freiwillig gab er eine DNA-Probe ab. Ein routinemäßiger Abgleich ergab, dass diese Probe mit einer Spermaspur an dem dritten Opfer übereinstimmte. Der Mann gestand der Polizei, alle fünf Tramperinnen erdrosselt zu haben.

Als es jedoch zum Prozess kam, widerrief er sein Geständnis. Er habe die Aussage nur gemacht, weil er Masochist sei und ihn das Schuldbekenntnis sexuell erregt habe, erklärte der Angeklagte.

In Wahrheit sei er unschuldig. Die Spermaspur erklärte er damit, dass die Frau vorher freiwillig mit ihm Sex gehabt habe. Den Mord habe dann ein anderer begangen. Das Gericht schenkte dieser Version keinen Glauben.

Artikel vom 20. August 2008

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