Ypsilanti will Koalitionsverhandlungen mit Grünen durchsetzen

Von Stefan Marx

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Sie hat ihren Traum von der Macht in Hessen noch lange nicht begraben. Andrea Ypsilanti will auf der Sitzung des SPD-Landesvorstands am Mittwoch die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit den Grünen in Hessen durchsetzen.

Wie das Nachrichten-Magazin „Welt“ berichtet sollen die Verhandlungen nach Ypsilantis Wunsch bereits September oder Anfang Oktober beginnen.

In einer Telefonschaltkonferenz mit Parteichef Kurt Beck und weiteren Mitgliedern der SPD-Spitze sollen am Montag die Chancen und Risiken ihres Ansinnens ausgelotet werden. Immer noch ist Ypsilanti überzeugt, sich mit Hilfe der Linken zur Nachfolgerin des geschäftsführenden Ministerpräsidenten Roland Koch, CDU, wählen zu lassen.

Ypsilanti verfolgt ihren zweiten Anlauf für eine Regierungsübernahme in Hessen trotz andauernder Kritik aus der Bundespartei. Ihr erster Versuch, sich zur neuen Ministerpräsidentin wählen zu lassen, war vor einem halben Jahr am Widerstand aus den eigenen Reihen gescheitert.

Nach einem Bericht des “Spiegel” soll der Landtag nach Ypsilantis Planungen Mitte November über eine von der Linken tolerierte rot-grüne Koalition befinden. Kochs CDU regiert seit der Landtagswahl im Januar in Hessen ohne eigene Mehrheit.

Unterstützung erhielt Ypsilanti vom niedersächsischen SPD- Fraktionschef Wolfgang Jüttner. “Koalitionen auf Landesebene sind pragmatische Konsequenzen aus Wahlergebnissen, sie präjudizieren nichts für die Bundesebene. Dies gilt besonders jetzt, wo wir in Deutschland ein Fünf-Parteien-System haben”, sagte Jüttner der “Hannoverschen Allgemeinen Zeitung”. Das Denken in Bündnissen, ob nun schwarz-gelb oder rot-grün, sei passé.

Artikel vom 11. August 2008

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