Zentralrat der Juden beleidigt Meisner als “geistigen Brandstifter”

Von Bianca Wollert

Etwas mehr Überlegung hätte man von dem Herrn Erzbischof hier schon erwarten dürfen (Foto: Henning Kaiser / ddp)Mit seinen Äußerungen zu „entarteter“ Kultur hat der Kölner Erzbischof Joachim Meisner Empörung ausgelöst, obgleich er mehrfach betont hatte, dass er dies in keinem Fall so gemeint hatte, wie es einige wieder einmal verstehen wollten.

Nun mischt sich auch -wie erwartet- der Zentralrat der Juden in die Diskussion ein und attackiert den Priester scharf:

„Meisner, der nicht zum ersten Mal mit solchen und ähnlichen Formulierungen auffällt, ist ein notorischer geistiger Brandstifter, der versucht, die Grenzen des Erlaubten nicht nur auszutesten, sondern der sie vorsätzlich überschreitet.“ sagte der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan Kramer.

Absichtlich und gezielt, so Stephan Kramer, missbrauche der Kardinal die Sprache als Tabubrecher:

„Wenn das Schule macht, darf sich keiner wundern, wenn der braune Ungeist in Deutschland weiter salonfähig wird.“

Meisner hatte in seiner Predigt zur Eröffnung des Kölner Diözesanmuseums gesagt, es gebe einen „unaufgebbaren Zusammenhang zwischen Kultur und Kult“. Der Kardinal sagte weiterhin: „Dort, wo die Kultur vom Kultus, von der Gottesverehrung abgekoppelt wird, erstarrt der Kultus im Ritualismus und die Kultur entartet. Sie verliert ihre Mitte.“

Hierauf wurde Meisner von allen Seiten angegriffen und zum Teil sogar als Neo-Nazi beschimpft.

DCRS ONLINE meint: Wieso darf eigentlich der Zentralrat der Juden einen Priester als “geistigen Brandstifter” beleidigen ? Würde das umgekehrt passieren, wäre der Ärger unvorstellbar ! Unabhängig davon, sollte man einmal damit aufhören, den Nationalsozialismus immer wieder hervorzuzerren. Fast niemand aus der aktuell lebenden Bevölkerung hat dafür Verantwortung zu tragen. Die Äußerungen von Herrn Meisner sind jedoch ebenfalls dumm und zeugen nicht von einer besonderen Weisheit.

Artikel vom 16. September 2007

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