Zeuge behauptet: „Ich habe Hannah als Letzter gesehen”
„Ich habe Hannah als Letzter gesehen“ behauptet ein Zeuge in dem Kölner Boulevard- Blatt „Express“. Der Zeuge behauptet, die 14jährige Hannah am Tatabend gegen halb neun Uhr abends auf der Schnellstraßenbrücke der B42 beobachtet zu haben. Wenige Minuten zuvor war sie an der Haltestelle „Oberdollendorf Nord“ aus der Linie 66 gestiegen.
„In ihrer Nähe waren zwei junge Männer, die sie von hinten anmachten.“ erklärt der Zeuge. Bereits im Laufe der letzten Woche sagte der Zeuge bei der Polizei aus. Nach seinen Angaben, hat sich die Begegnung mit Hannah wie folgt abgespielt:
Zwischen 20.29 Uhr und 20.34 Uhr läuft der Zeuge mit seinem Hund in Richtung Haltestelle „Oberdollendorf Nord“. Er befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite der Brücke, die zur Straßenbahnhaltestelle führt, geht an dem Grundstück des Autohauses vorbei, auf dem die Leiche der 14jährigen Hannah fünf Tage später gefunden wurde.
Der Zeuge befindet sich auf dem Weg zur Haltestelle. Dort will er eine Straßenbahn um 20.34 Uhr Richtung Bad Honnef nehmen. Er spaziert über die Brücke der B 42, dort begegnet er offenbar Hannah. Der Zeuge schildert, dass ihm ein junges, blondes Mädchen entgegen kam. Diesem folgten zwei südländisch aussehende, jung Männer im Alter von ungefähr 18 bis 25 Jahren.
Da kommt es zu einem kleinen Zwischenfall. Der Hund, den der Zeuge mit sich führt, springt an dem blonden Mädchen, vermutlich Hannah, hoch. Der Zeuge ruft seinen Hund zur Ordnung und erklärt gegenüber dem Mädchen lapidar „Der tut nichts“. Nach Aussagen des Zeugen fühlte sich Hannah aber von dem Hund nicht bedrängt. Viel mehr schien sie sich um die beiden aufdringlichen Männer zu sorgen.
Der Zeuge berichtet, dass der eine der beiden Männer mit einem Handy telefonierte, während der andere versuchte, sich von dem Mädchen eine Zigarette schenken zu lassen. Die Männer laufen dicht hinter dem Mädchen. „Sie sah ziemlich genervt von den Typen aus“, sagte der Zeuge gegenüber EXPRESS. Doch der Zeuge empfindet die Situation für das Mädchen nicht als bedrohlich und greift nicht ein. Er läuft weiter, um seine Straßenbahn um 20.34 Uhr zu erreichen.
Das Mädchen ist vermutlich Hannah, die wenig später getötet wird. Die Männer könnten ihre Mörder sein. Haben sie das Mädchen erstochen? Haben sie danach die Schülerin ins Gebüsch geworfen? Der Zeuge ist überzeugt: „Ich habe Hannah als Letzter lebend gesehen.“
Tatsächlich hat aber doch der oder die Mörder, Hannah zum letzten Mal lebend gesehen! Könnte die Geschichte des Zeugen ein Ablenkungsmanöver sein?
Die Aussage des Zeugen stellt dennoch, zum derzeitigen Ermittlungsstand, offenbar den einzigen Hinweis auf die letzten Stunden in Hannahs kurzem Leben. Offenbar wurden auch schon Phantombilder der beiden südländischen Männer angefertigt, bestätigen wollten dies die Ermittler allerdings nicht.
DCRS ONLINE meint: Wenn ein Mädchen offensichtlich bedrängt wird, schaut unsere Gesellschaft dann einfach weg? „Sie wird damit schon fertig werden.“, „Es geht mich ja nichts an“ - sind das die Valium-Spritzen für unser Gewissen?!





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