Zusammenbruch des internationalen Finanzsystems nur knapp vermieden

Von Jan Konrad

Zusammenbruch des internationalen Finanzsystems nur knapp vermiedenLaut Oswald Grübel, seines Zeichens ehemaliger Konzernchef der Schweizer Grossbank Credit Suisse (CS), sind wir an einem weltweiten Zusammenbruch des internationalen Finanzsystems nur ganz knapp vorbeigeschlittert. Der Banker verglich den kritischsten Moment der Finanzkrise – als nämlich die amerikanische Investmentbank Bear Stearns in letzter Minute von JP Morgan gerettet wurde – mit der Kubakrise von 1962, während welcher die Welt am Rande eines Atomkrieges stand.

Laut des Bankenexperten reicht lediglich eine Bank aus, um das ganze System zum Stillstand zu bringen: So wäre die Situation bei einem Zusammenbruch der amerikanischen Investmentbank Bear Stearns im März beinahe außer Kontrolle geraten.

In jener Woche im März, in welcher Bear Stearns von der amerikanischen Notenbank und JP Morgan gerettet wurde, sei die Situation am schlimmsten und gefährlichsten gewesen. Das Einspringen der Notenbanken bewertete der ehemalige Chef der CS positiv, da diese erkannt haben, dass sie einlenken mussten, zumal sich die Banken untereinander nicht mehr trauten und hernach auch die gegenseitigen Kredite weder erneuerten noch neue Darlehen vergaben.

Laut Grübel werden die Banken weltweit weniger Kredite gewähren. Das ist jedoch nur eine der absehbaren Auswirkungen und Folgen der Finanzkrise. Alleine diese Maßnahme wird aber das internationale Wirtschaftswachstum gewaltig bremsen.

Artikel vom 20. April 2008

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